Fehlsichtigkeiten

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Bild-Fehlsichtigkeit-menschliches Auge

 

Der Begriff der Fehlsichtigkeit umschreibt im weitesten Sinne die Abweichung einer individuellen Qualität des Sehsinnes vom Ideal- oder Normalwert (Normalsichtigkeit). Dies betrifft eine Vielzahl verschiedenartiger, normabweichender oder nicht optimaler Zustände des menschlichen Sehsinnes:

  • Sehschärfe
  • Akkommodation
  • Farbsehen
  • Augenmotorik
  • Dämmerungssehen

Im engeren Sinne wird diese Begrifflichkeit häufig im Zusammenhang mit einer Refraktionsanomalie (Ametropie) benutzt, die eine Abweichung von normalen Brechungsverhältnissen des Auges beschreibt. Allerdings kann die Begrifflichkeit in diesem Zusammenhang recht irreführend sein, denn es liegt bei der Ametropie keine Fehlerhaftigkeit im Sinne einer Abweichung von der Norm vor. Tatsächlich sind sogar die meisten Menschen in diesem Sinne fehlsichtig. Andererseits handelt es sich bei der Ametropie durchaus um eine korrekturbedürftige Funktionsabweichung, denn in unserem Alltagsleben sind wir auf ein scharfe Bildwahrnehmung angewiesen.

Entsprechendes gilt für die Alters(weit)sichtigkeit (Presbyopie) und das versteckte Schielen (Heterophorie). So ist z.B. bei etwa 70 % der Bevölkerung keine perfekte Parallelstellung der Augen nachweisbar. Problematisch ist der Begriff Fehlsichtigkeit, wenn unbegründete Besorgnisse beim Einzelnen erzeugt werden oder aber die Grenze zu tatsächlichen krankhaften Veränderungen verschwimmt. Im wissenschaftlichen Diskurs werden die Begriffe Normal- und Fehlsichtigkeit darum gemieden.

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