Tränenwegchirurgie

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Eine Operation an den Tränenwegen ist im Allgemeinen dann angezeigt, wenn die Tränenflüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Das ist der Fall, wenn die ableitenden Tränenwege verschlossen oder verengt sind (Tränenwegsstenose).
Tränenwegsstenosen können angeboren sein. Bestehen die Beschwerden schon im Kindesalter, dann deutet dies darauf hin. Beim angeborenen Tränenwegsverschluss ist eine Membran die Ursache, welche sich nicht eröffnet hat.
Meist sind aber Entzündungen dafür verantwortlich, dass die Tränenwege verlegt sind.

Die Tränenwegs-OP hat allgemein zum Ziel, den Abflussweg des Tränenwassers dauerhaft wieder durchgängig zu machen. Eingriffe an den Tränenwegen erfolgen meist stationär. Die Patienten werden häufig einen Tag vorher aufgenommen und untersucht. Speziell bei Störungen der Tränenwege erfolgt eine Tränenwegsspülung. Dabei wird über die Tränenpünktchen mit einer feinen, abgerundeten Kanüle eine Flüssigkeit eingespritzt, um Informationen über das Hindernis zu gewinnen. So kann festgestellt werden, ob es sich um eine Einengung oder eine komplette Verlegung handelt und an welcher Stelle sie liegt. Danach wir die geeignete Operationsmethode ausgewählt.

Bei Kindern ist es meist ausreichend, den Tränenweg unter Narkose zu spülen und anschließend einen dünnen Schlauch in die Tränenwege zu legen (Tränenwegs-Intubation). Dieser Schlauch hält den Tränenkanal von innen offen. Bei vielen Patienten erfolgt die Tränenwegsoperation endoskopisch. Dazu wird eine Fiberoptik in den Tränenkanal eingeführt, so dass über ein angeschlossenes Endoskop ein Einblick in die Tränenwege möglich ist. Im Wesentlichen gibt es zwei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens bei der endoskopischen Operation. Entweder wird der Tränenweg aufgebohrt (Mikrodrillplastik, MDP), oder er wird mit einem Laser eröffnet(Laserdakryoplastik, LDP). Bei manchen Befunden können aber auch weitere Methoden erforderlich sein. Am Ende der endoskopischen Operation wird ein Silikonschlauch eingeführt, um die Tränenwege dauerhaft offen zu halten.

Der Eingriff selbst wird in Vollnarkose durchgeführt, da an dieser Stelle mit einer örtlichen Betäubung keine wirkungsvolle Schmerzausschaltung möglich ist.

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